Statusbericht XI: Lachszentrum Hasper Talsperre, 2013

Lachszentrum Hasper Talsperre, Statusbericht XI
29.04.2013

Text: Dietmar Firzlaff

Ein langer Winter mit schwierigen Bedingungen ist ohne große Probleme zu Ende gegangen.

Die Markierungsaktion am 2. und 3. Februar verlief wie immer reibungslos. Am Sonntagnachmittag waren alle Arbeiten erledigt. Da wir uns das einzige Wochenende mit „angenehmen“ Außentemperaturen ausgesucht hatten, war auch die Anreise der über 60 Helfer unproblematisch. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank – ohne Ihre Hilfe wären diese Arbeitsergebnisse nicht möglich.

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Markierungsaktion am 2. und 3. Februar

Mitte März haben wir mit der Auslieferung unserer Lachse begonnen. Insgesamt wurden fast 900 Kg Smolts für verschiedene Gewässersysteme zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden über 70 Kg Parrs in die Zuchtanlage nach Aumenau an die Lahn überführt – hier sollen sie zu großen zweijährigen Smolts herangezogen werden. Die Presse signalisiert durch ihre kontinuierliche Berichterstattung weiterhin großes Interesse an unserem Projekt.

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Verladen der Smolts und Pressebesuch

Die Produktionsergebnisse werden immer besser und die Biomasse pro m³ steigt kontinuierlich. Inzwischen haben wir auch einen Elternfischbestand von unschätzbarem Wert aufgebaut. Bei weiterer positiver Entwicklung erwarten wir in drei Jahren eine Eigenproduktion von über 900.000 Eiern. Mit steigenden Produktionszahlen vergrößert sich naturgemäß aber auch das Betriebsrisiko eines Totalverlustes – meist bedingt durch Sauerstoffmangel. Bisher hatten wir lediglich einen Sauerstoffgenerator im Einsatz, der primär die Aufgabe hatte die Produktionsbedingungen zu optimieren. Die Aufstellung eines Sauerstofftanks, der ein Fassungsvermögen für ca. drei Monate hat, gewährleistet nunmehr auch die stromlose Versorgung der Anlage mit Sauerstoff. Außerdem war es uns möglich, eine automatische Mess- und Regeltechnik sowie hochwertige Keramikausströmer zu installieren. Die neuartigen Sauerstoffsensoren sind außerordentlich zuverlässig und sehr wartungsarm. Die Minimierung des Sauerstoffverbrauchs und damit die Verringerung der Betriebskosten sind ein wertvoller Nebeneffekt. Diese eigentlich sehr hohe und noch nicht geplante Investition war nur mit der Unterstützung einiger Sponsoren möglich – vielen Dank.

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Sauerstofftank, Keramikausströmer, Sauerstoffsensor und Laichfische

Im Rahmen unserer Kooperation mit der Universität in Düsseldorf werden u.a. genetische Untersuchungen durchgeführt – die ersten Ergebnisse liegen vor. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dem nächsten Newsletter die umfangreichen Arbeitsergebnisse präsentieren kann.

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Untersuchungen der Universität Düsseldorf

Bei der Produktion der Lachse haben sich verschiedene Futterergänzungsmittel bei un-terschiedlichen Altersklassen bewährt. Vor zwei Jahren haben wir erstmals einen Versuch unternommen, die jungen Lachse zusätzlich mit Artemien zu füttern. Die Ergebnisse waren mehr als zufriedenstellend. Da wir einen Lieferanten gefunden haben, der uns absolute Spitzenqualität zu sehr guten Konditionen liefert, können wir diesen Futteranteil noch einmal erhöhen. Auch hier einen herzlichen Dank für die großzügige Unterstützung. Die meisten Lachse werden mit 5 bis 10 cm für Besatzzwecke zur Verfügung gestellt. In Zukunft ist geplant, sie wochenlang vor dem Besatz fast ausschließlich mit Artemien zu füttern.

Ich verspreche mir hiervon noch einmal eine Qualitätssteigerung.

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Artemien in aufgetauter und gefrosteter Form

Gemeinsam machen wir es möglich.

Ihr Dietmar Firzlaff