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Lachszentrum 2015 mit drei Hallen

Das Lachszentrum an der Hasper Talsperre von den Anfängen im Jahr 2001 bis heute.

Es begann 2001 mit einer Vision.
Die elf Gründungsmitglieder des Vereins „Der Atlantische Lachs e.V.“ aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Fischereiverbänden, setzten sich das Ziel, die Rückkehr der Lachse vom Meer hinauf bis zu den Laichplätzen in den Quellflüssen in Deutschland wieder möglich zu machen.

Nach den ersten Versuchen mit der Vermehrung von Lachsrückkehrern entstand im Oktober 2002 die erste Halle mit 10 Rundstrombecken sowie Brutschränke mit einer Gesamtkapazität von ca. 900.00 Lachseiern auf dem Gelände der Stadtwerke Hagen an der Hasper Talsperre.
Dadurch stand von Anfang an sauberes Wasser in sehr guter Qualität zur Verfügung.

Im Herbst 2004 wurde bereits der Bauantrag für eine zweite Halle mit 18 zusätzlichen Rundstrombecken gestellt und umgesetzt. Die Vergrößerung war notwendig, da der Aufbau eines Elterntierbestandes als genetischer Pool für die Lachszucht auch in Zeiten geringerer Rückkehrer die kontinuierliche Unterstützung der natürlichen Lachspopulation sichern sollte.

In den Rundstrombecken unterhalb der Hasper Talsperre leben heute (2014) viele Weibchen, die bereits mehrfach abgestreift wurden und für Nachkommen sorgten, die in der Lahn, Sieg, Ahr und anderen Flüssen besetzt wurden und ihre große Wanderung angetreten haben.

Im November 2015 wurde die dritte Halle des Lachszentrums, ausgestattet mit neuester Erbrütungstechnik eingeweiht. Der Neubau eröffnete die Möglichkeit ein neues Konzept umzusetzen. Die gesamte Anlage wird im Kreislaufverfahren betrieben. Frischwasser- und Strombedarf sind durch den Einsatz modernster Technologie auf ein Minimum reduziert. Die Wassertemperatur kann im gesamten Kreislauf sowie auch in einzelnen Erbrütungseinheiten unabhängig und individuell kontrolliert und geregelt werden.

Die Fische werden in neuartigen Becken schlüpfen, in denen sie nach dem Schlupf automatisch in das Brutsubstrat fallen, während die Eischalen über den Überlauf abgeschwemmt werden. Die Brut bleibt bis zur ersten Fütterung im Substrat. Ein manuelles Handling ist nicht mehr notwendig – dies stellt eine erhebliche Arbeitsentlastung dar.

Die nächste Halle an der Hasper Talsperre ist bereits geplant, damit die wissenschaftlich begleitete Elterntierhaltung noch weiter ausgebaut werden kann.