Im Sommer Einsatz in heimische Flüsse

Hagener Rundschau,
06. März 2002

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Die Hasper Talsperre in Hagen

80 000 Junglachse sind geschlüpft

Hagen (joe.) Der Erfolg ist bereits sichtbar:
80 000 Junglachse sind geschlüpft im Lachszentrum an der Hasper Talsperre. Stolz konnte Dr. Rainer Hagemeyer den Delegierten des Landesfischerverbandes die Einrichtung vorstellen.

Rund 23 000 Angel-Fischer, im Bereich Westfalen-Lippe sind in dem Verband organisiert, der 175 Vereine zählt. Einstimmig bestätigen die Delegierten in der Verta-Halle den Hasper Zahnarzt Dr. Hagemeyer als Vorsitzenden.

Die Wiedereinbringung des Lachses in die heimischen Gewässer stellte der Vorsitzende in den Mittelpunkt. Er ist sicher, dass die Lachse sich bald in Ennepe, Volme, Lenne, Ruhr und Hönne wieder wohl fühlen werden. Voraussichtlich im Mai sollen sie aus den Becken an der Hasper Talsperre herausgeholt und in den Flüssen eingesetzt werden.

Dabei wird auf die Pachtvereine eine große ehrenamtliche Aufgabe zukommen, kündigte Dr. Hagemeyer an, der sich dafür einsetzt, dass an der Talsperre Lachswerte ausgebildet werden.

Als Problem für den Fischbestand wurde das vermehrte Auftreten der Kormorane und die Nutzung der Wasserkraft zur Energiegewinnung bezeichnet. So sei an Harkort und Hengsteysee ein Rückgang der Fischbestände festzustellen.

Das liege wegen der Sichttiefe zum einem an den vielen Kormorane, die die laichfähigen Fische jagen, und zum anderen am Pumpspeicherwerk der RWE, dass für einen Tidenhub von 80 Zentimetern sorge. Der Laich der Fische in den Flach- und Pflanzenbereichen trockne dadurch aus, was die Fortpflanzung erheblich einschränke.

Begrüßt wurde von den Anglern die neue EU-Wasserrahmenrichtlinie, die in den kommenden 15 Jahren in nationales Recht umgesetzt werden muss und die ökologische Qualität der Flussgewässerlandschaft wesentlich verbessern werde.